Soziale Trainings

Konflikte und Meinungsverschiedenheiten gehören zum alltäglichen Miteinander. Die Frage, wann aus harmlosen Hänseln eine für die Beteiligten nicht mehr zu bewältigende Situation wird, ist allerdings schwer zu beantworten.

Mit unseren Angeboten wollen wir Kinder und Jugendliche altersspezifisch ansprechen und verzichten daher auf einen reinen kognitiven Ansatz. Praktisches Erfahren und Erleben der eigenen Gefühle und das aktive Erproben von Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen steht daher im Vordergrund. Schritt für Schritt sollen die Kinder und Jugendlichen in ihrer eigenen Wahrnehmung geschult, ihre Ressourcen und Stärken erkannt und ihr Selbstwert verbessert werden.

Durch eine Erweiterung der Handlungskompetenzen in angespannten sozialen Situationen soll das tägliche Miteinander erleichtert werden und dadurch das „Wir-Gefühl“ verstärkt werden. Wichtig ist uns dabei, den Kindern und Jugendlichen Wege und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die es ihnen ermöglicht ihren Alltag für sich angenehmer zu gestalten.

Unsere Sozialen Gruppentrainings haben die Grobziele:

  • Stärkung der Gruppenidentität (und der Klassengemeinschaft)
  • Förderung einer Kultur der Civilcourage
  • Stärkung der Persönlichkeit
  • Förderung der Toleranz gegenüber anderen
  • Bewusst machen und Sensibilisierung in Bezug auf die eigenen Gefühle und die Gefühle anderer
  • Förderung der sozialen Kompetenzen
  • Förderung der Kommunikationsfähigkeit
  • Erkennen und stärken der eigenen Fähigkeiten
  • Vermittlung von Methoden zur gewaltfreien Lösung
  • Entwicklung von Zielen für die individuelle Lebensplanung
Bei sämtlichen Trainings handelt es sich um grobe Rahmenbedingungen, welche gezielt mit Ihnen auf Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Gerne erstellen wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Konzept.

Je nach dem Bedarf der Gruppe können die Trainingsschwerpunkte variieren und erweitert werden.

Unsere Angebote basieren auf:

  • Theaterpädagogik
  • Aufwind®
  • AAT/CT®
  • Behavioristisches Psychodrama
  • Konfliktmanagement
  • Interkulturelles Lernen
  • Hundegestützte Pädagogik

AAT/ CT ® Coolness-Training

An wen richtet sich das Angebot?
Das AAT ® ist eine Maßnahme für Jugendliche und junge Erwachsene, die wegen verfestigtem Gewaltverhalten und wiederholten Gewaltdelikten auffällig geworden sind, z.B. mit

  • Straftaten gegenüber dem Leben
  • Körperverletzung
  • Nötigungs- und Raubdelikten.
  • Ggf. auch andere Deliktgruppen, bei denen aggressives Verhalten als Kernproblem anzusehen ist

Auch andere Deliktgruppen, bei denen aggressives Verhalten ein Kernproblem ist, sind angesprochen. Das Auftreten der Jugendlichen ist gekennzeichnet von rücksichtslosem Gewaltverhalten, das dem eigenen Lustgewinn dient und auf Machtgefühlen beruht. Gezielte Einschüchterung, Bedrohung und Angst machen wird meist zur Selbstwerterhöhung eingesetzt.

Bei Bedarf werden spezielle Mädchenkurse angeboten.

Gewaltverhalten reflektieren
Das Anti-Aggressivitätstraining (AAT ®) ist maßgeschneidert für gewaltbereite Jugendliche und Heranwachsende. Der Ansatz ist opferorientiert und basiert auf der pädagogisch gezielten, provokativen und konfrontativen Auseinandersetzung der Jugendlichen mit ihren Taten und dem Leid ihrer Opfer.

Im AAT ® wird die Persönlichkeit gewaltbereiter und gewalttätiger junger Menschen geachtet und wertgeschätzt – bei gleichzeitiger Verurteilung ihrer gewalttätigen Handlungen.

Ziel des AAT
• Opferschutz
• Verringerung von delinquenten Verhalten
• Aktivierung und Nutzung der eigenen Kompetenzen

Das gewaltpräventive Coolness-Training ® richtet sich mit kurzen Einheiten an Kinder und Jugendliche, die einerseits zu aggressivem Verhalten tendieren und andererseits darin gestärkt werden müssen, sich gegen diese Verhaltensweisen zu wehren.

Selbstwerttraining und Anti-Mobbing-Training

Text fehlt

Aktive Auszeit

»Aktive Auszeit! «ist ein spezielles Angebot, mobiler, sozialer Trainingskurs für junge Menschen, die mit dem Gesetz erstmalig in Berührung gekommen sind.

Ziel ist es sinnbildlich, weg von der Strafmaßnahme. Dafür steht der Ausgangspunkt Jugendstrafvollzug-Anstalt, in der u. a. »gemeineigennützige (Arbeits­)Stunden« in konzentrierter Form abgeleistet werden können. Unter intensiver sozialpädagogischer Betreuung bietet die »Aktive Auszeit« die Möglichkeit, neben Einzelerfahrungen im Kontext gruppendynamischer Prozesse Sozialverhalten zu erproben und zu festigen. Nicht nur adäquaten Verhalten steht in einem »geschützten« Experimentier­ und Bewährungsfeld Verantwortungsübernahme für sich, für die Gruppe und für den Projekterfolg im Vordergrund, sondern auch Durchhaltestrategien zu erlernen und einzuüben.

Im Laufe der »Aktiven Auszeit« sollen sich die jungen Menschen mit verschiedenen persönlichen Themen wie: »Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich erreichen?«.

Das Angebot »Aktive Auszeit« richtet sich an:

  • Heranwachsende mit Auffälligkeiten im sozialen Verhalten und an junge Straftäter
  • besonders in den Bereichen Diebstahl
  • Unterschlagung
  • Straßenverkehrsdelikte
  • räuberische Erpressung
  • Verstöße gegen das BtmG
  • Sachbeschädigung
  • Graffiti
  • Störung der öffentlichen Ordnung